Hello Sunshine...




… mit diesen Worten kann man den Sommer 2018 beschreiben. Vergessen sind die Überschwemmungen aus dem letzten Jahr. Dieses Jahr haben wir Sommer pur, und das schon über Wochen!

Aber wie geht es unseren Pferden bei diesen Temperaturen?

Die thermoneutrale Zone liegt bei ausgewachsenen Pferden zwischen -15 und +25 Grad. Dabei ist die Toleranz gegenüber Kälte weitaus größer als gegenüber Hitze. Besonders unangenehm ist die Kombination von Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit.

Freiliebende Pferde suchen bei diesen Temperaturen meist Schattenplätze auf. Daher ist es wichtig, dass wir unseren Pferden auch jederzeit die Möglichkeit geben, aus der Sonne zu gehen.

Ausreichend Trinkwasser von guter Qualität sollte zu jeder Zeit selbstverständlich sein. In vielen Pferdeställen werden traditionell Selbsttränken mit Rohrventilen oder Edelstahlzungen installiert. Da Pferde aber sogenannte Saugtrinker sind, bevorzugen viele von ihnen Behälter mit einem großen Durchmesser bzw. Fassungsvermögen und trinken lieber aus Tränken mit stehendem Wasser. Darüber hinaus ist der Flüssigkeitsnachschub der kleinen Pferdetränken oftmals langsam, so dass die Tiere im Zweifel nur ihren Minimalbedarf decken. Deutlich ausgeprägter ist die Nachfrage nach dem kühlen Nass seitens der Pferde bei großzügig dimensionierten Tränkeinrichtungen.

Wussten Sie, dass ein ausgewachsenes Pferd (500 kg LM) bereits bei Temperaturen um die 20°C ca. 1 Liter Schweiß pro Stunde verliert? Bei den Robustpferden gibt es Studien, die belegen, dass diese Rassen nicht so stark schwitzen. Isländer, Norweger, Haflinger und co. kompensieren den fehlenden Kühleffekt über eine höhere Atemfrequenz.

Da der Schweiß auch beim Pferd nicht nur aus Wasser besteht, gehen den Tieren beim Schwitzen auch essentielle Elektrolyte (Natrium, Chlor und Kalium) verloren.

Daher ist es gerade bei den aktuellen Temperaturen sehr wichtig zu kontrollieren, ob die Pferde ausreichend mit Salz (die Verbindung aus Natronlauge und Salzsäure ist Natriumchlorid, das wir als Kochsalz oder Viehsalz kennen) versorgt sind. Bei einem erwachsenen Pferd beträgt der Minimalbedarf an Natriumchlorid mindestens 2 Gramm pro 100 kg Körpergewicht und Tag. Im Hochleistungssport erhöht sich der Bedarf durch hohen Schweißverlust enorm.

Salzmangel macht schwach. Es kommt zu Leistungsschwäche und Lustlosigkeit. Eine permanente Unterversorgung mit Natriumchlorid führt zu Durstlosigkeit und schlechter Verdauung.


Der Tagesbedarf an Salz kann über das übliche Grundfutter nicht gedeckt werden, da Gras (Heu) und Getreide keine nennenswerten Salzanteile enthalten. Eine gute Möglichkeit der Versorgung bieten daher Salzlecksteine, die es in den unterschiedlichsten Varianten zu kaufen gibt. Sie sollten den Pferden zur freien Verfügung stehen. Fohlen sollten allerdings nicht die Möglichkeit haben, an den Leckstein zu kommen. Eine unkontrollierte Salzaufnahme kann bei ihnen zu erhöhter Wasseraufnahme und schweren Durchfällen führen. Auch bei den erwachsenen Pferden führt eine Überversorgung mit Salz zu vermehrter Wasseraufnahme und damit zu einer unnötigen Belastung der Nieren.




Bei Fragen zum Thema „Pferde im Sommer“ sprechen Sie mich gern an.

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