Fellwechsel - eine Herausforderung für den Stoffwechsel

Aktualisiert: 28. Feb 2019





Auch wenn der Kalender noch Winter anzeigt und Schnee und Eis uns teilweise noch begleiten, sind unsere Pferde schon längst im Fellwechsel angekommen.

Wir nehmen dies meist erst wahr, wenn die Pferde anfangen das Winterfell abzustoßen. Tatsächlich beginnt der Fellwechsel vom Winter- auf das Sommerfell bereits einige Wochen vorher - etwa zur Wintersonnenwende (21. Dezember). Zu diesem Zeitpunkt werden die Tage wieder länger, und der Stoffwechsel der Pferde läuft auf Hochtouren, um das Sommerkleid zu bilden.

Ein widerstandsfähiges Haarkleid ist für den gesamten Organismus des Pferdes äußerst wichtig. Deshalb sollten wir möglichst frühzeitig mit einer an den erhöhten Bedarf angepassten Ernährung beginnen.





Im Vergleich zum Erhaltungsstoffwechsel muss das Pferd vor und während des Fellwechsels u.a. erhöhte Mengen an Mikronährstoffen aufnehmen.

Die regelmäßige Versorgung mit einem hochwertigen Mineralfutter bildet die Grundlage der Bedarfsdeckung. Bei Pferden mit sensibler Haut oder Sommerekzem ist die zusätzliche Versorgung mit Spurenelementen (u.a. Zink, Mangan und Selen) sinnvoll. Die Fütterung von essentiellen Fettsäuren (z.B. Leinöl) wirkt sich positiv auf die Haut aus.

Den erhöhten Bedarf an Aminosäuren kann man sehr gut über die Fütterung von Leinsamen sicherstellen. Alternativ wird auch Bierhefe zur Unterstützung im Fellwechsel empfohlen. Diese enthält ebenfalls hochwertige Aminosäuren und verdauungsrelevante B-Vitamine. MSM ist an sehr vielen Stoffwechselprozessen beteiligt und kann unterstützend wirken im Fellwechsel.

Auch mit Kräutern bzw. Heilpflanzen kann einem Pferd im Fellwechsel geholfen werden. Kräuter enthalten einen geringen, aber nicht unbedeutenden Anteil an Mineralsalzen, Spurenelementen und Vitaminen und können so getrocknet oder als Aufguss (Tee) dem Fellstoffwechsel unter die Arme greifen.


Noch einmal zu den Pferden mit empfindlicher Haut bzw. Ekzem:

Hier sollte man ein besonderes Augenmerk auf die Zeit des Fellwechsels legen. Gerade in der Zeit (Dezember bis März) sollten belastende, zuckerhaltige Mischfutter und große Mengen an Kraftfutter vermieden werden. Ein unsachgemäßer Futterplan oder eine mangelhafte Vitalstoffversorgung bilden eine schlechte Grundlage für die kommende Sommerzeit.



Den Ekzempferden sollte man neben einem hochwertigen Mineralfutter auch kurweise eine höhere Spurenelement-versorgung anbieten. Kurz vor dem Frühjahr ist die Zufütterung einer Nierenkur für drei Wochen sinnvoll. Nach einer zweiwöchigen Pause wäre dann eine Kräuterkur für drei Wochen zur Leberunterstützung optimal. Die Versorgung mit essentiellen Fettsäuren hat bei diesen Pferden einen hohen Stellenwert. Leinsamen sollte als Aminosäurenlieferant während der ganzen Dauer zugefüttert werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Pferde überwiegend mit überständigem Heu versorgt werden.


Dieser zunächst kostenaufwändige Vorgang relativiert sich sehr schnell, bedenkt man, welcher Aufwand täglich angewendet werden muss, um das Leid des Pferdes mit Sommerekzem zu lindern.


Sollten Sie Fragen zum Thema Fellwechsel haben, sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie auch gern bei der Zusammenstellung einer individuellen Kräutermischung oder der Auswahl eines geeigneten Ergänzungsfutters.










Quellen: https://www.natural-horse-care.com/pferdekrankheiten/fellwechsel-pferd/

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